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Archäologie-Tagebuch: Höllenquell

Archäologie-Tagebuch: Höllenquell

Gildenmeister Toni musste sich schon mit grimmigen Goblins, verschollenen Festungen und verärgerten Vampiren herumschlagen, aber keine Sorge! Es scheint, als ob er in diesem Tagebuch wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt: Dieser Eintrag handelt von einem bizarren, alten Schatzsucher und seinem Interesse am Keller einer örtlichen Taverne. Das klingt doch spannend!

Gulltag, 18. Moevyng

Heute bin ich endlich wieder dazu gekommen, meinen Gildenmeister-Tätigkeiten nachzugehen, und ich habe mich mit dem Kerl getroffen, der die Ausgrabungsstätte bei der Taverne zum lustigen Wildschwein leitet. Ich bin eigentlich kein Fan davon, dass irgendwelche Privatpersonen sich auf unseren Ausgrabungsstätten herumtreiben, aber in diesem Fall habe ich eine Ausnahme gemacht, weil wir Schwierigkeiten damit hatten, jemanden zu finden. Das hat mich auch nicht überrascht – die Keller von Tavernen klingen einfach nicht so aufregend wie schwebende Zitadellen und vergrabene Festungen, auch wenn sich einige mit einer Taverne sicherlich anfreunden könnten!

Um ehrlich zu sein, war dieser Movario nicht unbedingt, was ich erwartet hatte. Ich war von einem alten Exzentriker auf der Jagd nach kaputtem Schmuck ausgegangen, mit dem er dann in der großen Markthalle protzen kann. Und auch wenn er alt und definitiv exzentrisch war, war etwas an ihm... merkwürdig – vielleicht sein Verhalten, als ob ihn etwas Größeres antreibt. Es steht im Widerspruch zu dieser sonderbaren, kleinen Ausgrabungsstätte.

Zunächst hatte er seine eigenen Werkzeuge mitgebracht! Als ich ihn heute Morgen zum ersten Mal sah, lief er am Rande der Stätte mit einem seltsam aussehenden Gerät in seiner Hand herum. Gelegentlich fing es an, zu piepsen. Er drehte sich dann zur Sonne, blickte finster drein, drückte eine paar Knöpfe und lief dann wieder herum. Es sah wirklich lustig aus, aber ich konnte mir mein Grinsen nicht verkneifen, als Movario sich umdrehte – ein Fehler, den ich nicht nochmal machen werde!

Weit von dem alten, schlotternden Hobby-Archäologen entfernt, den ich erwartet hatte, wirkte es, als sei Movario (falls das überhaupt sein richtiger Name ist) ein wirklich unangenehmer Schatzjäger – einer vor der Sorte, der sich nichts in den Weg stellen lässt. Er schien es als persönlichen Angriff auf ihn aufzufassen, dass ich da war, auch wenn ich zu nett war, ihn daran zu erinnern, wo die Fördermittel herkamen! Und die bewaffnete Leibwache, die sich beim Zelt aufhielt, tat ihr Übriges...

Ich wollte mit ihm reden und dieses Mal kein Blatt vor den Mund nehmen, als ich sah, wie er versuchte, sich die armen Zeitgeister vom Leib zu halten, die seiner Maschine zu nah gekommen waren. Sie versuchten ihm einfach nur zu zeigen, wo er graben sollte! Aber es bringt nichts, mit diesen Leuten zu diskutieren.

Movario bestand darauf, dass es die Zeitgeister waren, die sein Gerät störten. Anscheinend funktionierte es tadellos, bevor sie aufgetaucht waren, und nun zeigt es immer Richtung Osten. Es soll angeblich 'mächtige Energien' oder dergleichen orten. Ich glaube ja, dass das einfach nur Unfug ist, aber solange es nicht die Arbeiten auf dieser Ausgrabungsstätte unterbricht, soll er halt weitermachen.

Alles in allem kein schlechter Tag! Ich kann Movarios Gesichtsausdruck kaum abwarten, wenn er all die kaputten Töpferwaren sieht.

Erytag, 19. Moevyng

Wir stellen niemand Normalen ein, kann das sein?

Ich wurde vor ein paar Stunden durch die Geräusche von jemandem geweckt, der draußen herumlief. Da ich nicht wieder eine Tagebuchseite an diese Geier von der Gielinor-Gazette verlieren wollte, sprang ich auf und rannte zum Fenster. In der Dunkelheit konnte ich nur den Schatten einer verhüllten Person erkennen, die durch die Gilde lief.

Ich hatte genug von all den Mysterien und Schatten und komischen Leuten, also schnappte ich mir meine Laterne und ging nach draußen, um diesem Unsinn ein Ende zu bereiten.

Die Gestalt wirkte unglaublich fokussiert auf das, was sie tat – ich konnte ihr also bis zum Mittelpunkt der Gilde folgen, wo der Monolith im Boden steckte.

Ich weiß nicht, was mir durch den Kopf ging – auf einmal war ich bereit, aus dem Busch hervorzuspringen und etwas wirklich Peinliches zu tun. Zum Glück drehte sich die Gestalt noch rechtzeitig um und ich erkannte, wer es war. Movario!

Für einen Moment dachte ich, er hätte mich gesehen, und ich bereitete mich darauf vor, ihn mit ernsthafter Gildenmeister-Stimme in die Schranken zu weisen, aber dann sprang jemand anderes aus dem Schatten. Es war Reiniger! Und sie war wütender als je zuvor.

Ich konnte das Meiste nicht verstehen (es ist wirklich peinlich, wenn man entdeckt wird, während man sich in einem Busch versteckt), aber ein paar Worte konnte ich doch ausmachen, inklusive 'Aasjäger', 'verrückter Schatzjäger' und 'wir werden Ihre Fördermittel streichen'. Das amüsierte mich schon sehr und Movario packte seine Sachen und ging.

Sein Interesse am Monolith bereitet mir dennoch Sorge. Warum würde ein Schatzjäger wie Movario an einem alten Stein interessiert sein? Könnte es sein, dass sein Detektor tatsächlich funktioniert?

Vielleicht sollte ich selbst ein paar Nachforschungen anstellen...

Ah, also dieser alte Grufti, der sich bei der Taverne zum lustigen Wildschwein aufhält, ist der Standortleiter der dortigen Ausgrabungsstätte? Eine interessante Wahl. Hier bei der Gielinor-Gazette beurteilen wir Leute normalerweise nicht nach ihrer Kleidung, aber wir fragen uns schon, ob dieser Movario nicht irgendwas im Schilde führt.

Und wenn wir schon von verdächtigen Aktivitäten sprechen: Während unsere Praktikantin diese Tagebucheinträge geklaut hat, schaffte sie es, folgendes Bild aufzunehmen:

Ist das... Gildenmeister Toni? Was könnte das bedeuten?

Entdeckt die Mysterien der Archäologie ab dem 30. März. In der Zwischenzeit solltet ihr die Augen nach den 'Der Weg zur Archäologie'-Videos offen halten, die ebenfalls einige Mysterien beinhalten könnten...